


Dienstag, den 07. September 2010 um 05:42 Uhr
Eine der zentralen Fragen des Abends war die Auswirkung der demografischen Entwicklung auf die niedersächsische Bildungslandschaft. In einigen Regionen in Niedersachsen sind die Schülerzahlen bereits jetzt stark rückläufig. Kultusminister Bernd Althusmann erklärte, er werde mit den Schulträgern und den Verbänden sprechen, um Antworten auf die damit verbundenen Herausforderungen zu finden. Er sprach sich für einen offenen und fairen Dialog zwischen Politik, Schulträgern und Verbänden über Veränderungen in der Struktur des Schulangebotes und über die Verbesserung der Bildungsqualität aus. „Die Themen werden benannt, von allen Seiten beleuchtet, und dann werde ich Entscheidungen treffen.“ Diese kündigte er für Ende des Jahres 2010 an. Brandt begrüßte dieses Vorgehen und lobte den Kultusminister sogar für seine klare Analyse der Handlungsfelder.
Daneben ging es in „Niedersachsen IM GESPRÄCH“ unter anderem auch um die Rolle der Gymnasien, Veränderungen der Schulinspektion, die Zukunft der Hauptschulen, das Abitur nach zwölf Jahren. Bei diesen Themen gingen die Meinungen schon deutlicher auseinander. Man sei schließlich nicht nur gekommen, „um Wattebäuschen hin- und herzupusten“, betonte Kultusminister Dr. Althusmann, als er Brandt bei dessen kritischer Einschätzung zum Abitur nach zwölf Jahren an Integrierten Gesamtschulen widersprach. „Wenn die Gesamtschulen die Konkurrenz nicht scheuen, dann müssen sie sich auch der Aufgabe stellen, mit gleicher Qualität und nach gleichen Standards das Abitur anzubieten“, so Bernd Althusmann.
Die Inhalte der Diskussion gaben die ca. 120 erschienenen Gäste vor. „Unsere Mitgliederbefragung in diesem Jahr hat deutlich gemacht: Unsere Mitglieder wollen diskutieren. Dafür bietet die Landes-CDU mit dieser Gesprächsreihe ein Forum“, betonte Generalsekretär Ulf Thiele bei der Eröffnung des Abends. „Niedersachsen IM GESPRÄCH“ werde zukünftig etwa viermal jährlich zu aktuellen landespolitischen Themen im großen Saal des Wilfried-Hasselmann-Hauses stattfinden.
Quelle: CDU-Niedersachsen